Nach mehr als zwei Jahrzehnten bei MesserSoft verabschiedet sich Andrey Golubkov, Softwareentwickler und leidenschaftlicher Problemlöser, in den wohlverdienten Ruhestand. Im Gespräch blickt er auf seine Anfänge, prägende Projekte, besondere Herausforderungen und seine Pläne für die Zeit nach dem Berufsleben zurück. Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Laufbahn.
Wie bist du damals zu MesserSoft gekommen?
Andrey: Ich bin im Jahr 2001 in die Softwareabteilung von Messer Cutting & Welding eingestiegen (später wurde daraus MesserSoft). Ich sollte eine Software für das Rohrschneiden entwickeln. Diese Software wurde dringend benötigt, aber alle Programmierer in der Abteilung hatten diese Aufgabe abgelehnt.
Was war das Beste an der Arbeit hier – und warum?
Andrey: Ich löse gerne geometrische Aufgaben – so wie manche Menschen gerne Kreuzworträtsel lösen. In meiner Arbeit hatte ich viele solcher Herausforderungen, was mir große Freude bereitet hat.
Welche Herausforderungen hast du am meisten geschätzt?
Andrey: Ein gutes Beispiel ist meine erste Aufgabe: die Entwicklung von Software zum Rohrschneiden. Der Vertrag zwischen Messer und einem Kunden war sinngemäß so formuliert: Messer soll alles umsetzen, was der Kunde möchte. Und der Kunde hatte viele Wünsche. Es handelte sich um eine Firma, die Werbeinstallationen herstellt und daher viele spezielle Softwarefunktionen benötigte.
Ich habe die Software entwickelt und die Firma in Gijón (ein wunderschöner Ort in Asturien) besucht. Die Leute waren zufrieden, und gemeinsam haben wir mit der neuen Software Kunstwerke – etwa Kerzenhalter aus Rohren –hergestellt. Anfangs war ich nicht sicher, ob ich die Aufgabe erfolgreich abschließen kann, aber am Ende hat alles gut funktioniert. Ich denke, das kann man als eine echte Herausforderung bezeichnen.
Gab es einen besonders prägenden Moment oder ein Ereignis, an das du dich gerne erinnerst oder auf das du stolz bist?
Andrey: Bei Messer wurde entschieden, eine neue automatische Schachtelbibliothek einzukaufen. Wir hatten die Möglichkeit, diese Bibliothek zu testen. Trotzdem sollte ich in kurzer Zeit etwas Besseres entwickeln. Meine Kollegen hielten das für unmöglich und dachten, man suche nur einen Grund, mich zu entlassen.
Als ich unsere eigene Bibliothek fertiggestellt hatte, wollte zunächst niemand einen Vergleichstest machen, weil alle sicher waren, dass das Ergebnis zugunsten der gekauften Lösung ausfallen würde. Trotzdem hat unsere Bibliothek bei jeder Testaufgabe den besseren Plan erstellt und die kürzeste Bearbeitungszeit erzielt.
Was sind deine Pläne für die Zeit nach der Arbeit?
Andrey: Ich habe viele Ideen und bin mir nicht sicher, ob ich sie alle umsetzen kann. Hier sind ein paar davon:
- Homer lesen und segeln – dabei die Odyssee als eine Art Reiseführer verwenden.
- In Italien leben, die italienische Sprache und Kunst erlernen.
- Den Jakobsweg mit dem Fahrrad bis nach Santiago de Compostela fahren.
- Die Kora um den Kailash machen, Trekking in Nepal und Besuche von Klöstern in Ladakh.
Was würdest du jüngeren Kollegen gerne mit auf den Weg geben?
Andrey: Ich kann ein bekanntes Sprichwort aus dem Schachspiel zitieren: Ein Ziel ist besser als kein Ziel – auch wenn es das falsche ist.
-------------------------------------------
Lieber Andrey, wir danken dir herzlich für deinen unermüdlichen Einsatz, deinen Ideenreichtum und deinen Humor. Für deinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir dir Gesundheit, Inspiration und viele erfüllende Abenteuer.
Dein MesserSoft-Team



